Kubiljus: Ukraine und Europa wollen gemeinsam neue Raketensysteme entwickeln
Vor dem Hintergrund neuer Bedrohungen für die ukrainische und europäische Flugabwehr sollte man eine gemeinsame Entwicklung neuer Raketensysteme in Erwägung ziehen, sagte der EU-Verteidigungskommissar, Andrius Kubilius, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Ukrinform.
Er beginnt heute eine „Raketentour“ durch die EU- Mitliedstaaten, wo er sich mit Waffenherstellern und Regierungsmitgliedern treffen will. Der EU- Verteidigungskommissar betonte, dass er während seiner Reise auf die Suche nach effektiven Lösungen für Waffenlieferungen an die Ukraine fokussieren werde.
Die EU bereite demzufolge ein neues Hilfspaket in Höhe von 80 Milliarden Euro vor, 60 Milliarden davon seien für Militärhilfe vorgesehen Zu den dringenden Bedarfen der Ukraine gehören Drohnen, 155-mm-Artilleriemunition und Raketen.
Raketen seien momentan, so Kubilius. das größte Problem. „Wir sollen die Produktion sowohl von Startanlagen, als auch Raketen steigern, aber auch über die Entwicklung neuer Systeme nachdenken, vielleicht gemeinsam mit den Ukrainern. Vergangene Woche habe ich mit dem ukrainischen Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow gesprochen, der Möglichkeiten von Entwicklung ukrainischer Raketensysteme gemeinsam mit den europäischen Partnern prüft“, sagte Kubilius.
Die Staaten des Golfregion und sogar die USA seien seinen Worten zufolge an der ukrainischen Erfahrung bei der Abwehr von Drohnen mit kostengünstigeren Mitteln interessiert.
Die USA haben nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj um Unterstützung bei der Abwehr iranischer Kampfdrohnen gebetenen. Er habe die Entsendung von Spezialisten und Ausrüstung angeordnet, um beim Schutz vor "Schahed"-Drohnen zu helfen.