Selenskyj: EU knüpft Finanzhilfen für die Ukraine an Wiederaufnahme des Öltransits über Druschba- Pipeline
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die EU knüpfe die Bereitstellung eines Darlehens in Höhe von 90 Milliarden Euro an die Ukraine an eine Wiederaufnahme des Transits von russischem Erdöl über die beschädigte Duschba - Pipeline.
Die EU mache demzufolge keinen Hehl daraus. Es handele sich aber um eine inoffizielle Forderung. Er erwarte aber, dass die EU dies offiziell mitteile.
Die russischen Öltransite durch die Ukraine könnten demzufolge frühestens in anderthalb Monaten wieder aufgenommen werden. „Das heisst aber nicht, dass alles, was beschädigt wurde, wiederaufgebaut werden kann“, so Selenskyj.
Er betonte auch, dass seine Position in dieser Frage unverändert bleibe. „Ehrlich gesagt, würde ich die Lieferungen nicht wiederaufnehmen … Denn das ist russisches Erdöl. Es gibt bestimmte Dinge, die keinen Preis haben. Sie (die Russen) bringen uns um, und wir sollen Orban Erdöl liefern, weil der Arme ohne dieses Öl die Wahl nicht gewinnen kann?", sagte er vor der Presse.
Die Druschba-Pipeline wurde infolge eines russischen Angriffs am 27. Januar stillgelegt. Dabei wurde ein Tanklager getroffen, dessen Brand auch technische Systeme der Pipeline-Steuerung unter der Erde beschädigt hat.
Ungarn und die Slowakei beschuldigen die Ukraine, die Wiederaufnahme der Lieferungen aus Russland absichtlich zu verhindern. Nach Ausfall der Druschba-Pipeline hat Ungarn Diesel-Lieferungen an Ukraine eingestellt.