Russen sprengen Staudamm in der Nähe von Kostjantyniwka in die Luft. Menschenrechtsbeauftragter fordert von der UNO rechtliche Würdigung
Der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte, Dmytro Lubinets, hat die Vereinten Nationen in einem Schreiben aufgefordert, die Sprengung eines Staudamms bei Kostjantyniwka in der Region Donezk durch die russische Armee zu dokumentieren und die Handlungen des Aggressorstaates rechtlich zu würdigen, teilt Lubinets auf Facebook mit.
Russland könne demzufolge erneut eine humanitäre Katastrophe herbeiführen.
Die Sprengung des Staudamms könne eine Überflutung der rumliegenden Ortschaften, eine Zerstörung von Wohnhäusern, Straßen und Brücken, der kritischen Infrastruktur, eine Verseuchung von Böden und Gewässern sowie das Aussterben ganzer Ökosysteme verursachen, hieß es.
Das humanitäre Völkerrecht verbietet Angriffe auf zivile Objekte und sieht einen besonderen Schutz für Staudämme vor. Solche Handlungen Russlands stellen laut Lubinets ein Kriegsverbrechen und eine grobe Verletzung der Genfer Konventionen dar.