Budanow: Russen schlagen Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens für den Betrieb des AKW Saporischschja vor – das ist aber unrealistisch

Die russische Seite hat in der Frage um den Betrieb des AKW Saporischschja mehrere Formate von Gemeinschaftsunternehmens vorgeschlagen. Die sind aber unrealistisch, sagte der Chef des ukrainischen Präsidialamtes Kyrylo Budanow bei der Internationalen Justiz- Konferenz.  

„Es ist kein Geheimnis, was die Russische Föderation verlangt: "überlast es uns, akzeptiert unsere Kontrolle  und damit hat sich's"… Sie schlagen allerdings auch bestimmte Formate von Gemeinschaftsunternehmen vor, die nicht ganz realistisch sind“, so Budanow.

„Auf meine Frage, wie die Zugehörigkeit des Kernkraftwerkes über die IAEA sowie das Vorhandensein einer Lizenz beim Enerhoatom geregelt werden soll, war Stille im Raum eingetreten", fügte er hinzu.   

Eine weitere Runde von Gesprächen zur Beendigung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine könnte nach Angaben von Budanow noch in dieser Woche stattfinden.

Zuvor erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, bei den trilateralen Gesprächen in Genf sei ein Fortschritt in militärischen Fragen, insbesondere in Bezug auf die Überwachung eines möglichen Waffenstillstands erreicht worden, in politischen Fragen wie Kontrolle über den Donbass und das Schicksal des seit 2022 besetzen Atomkraftwerkes Saporischschja gebe es bisher keine Einigung.