Sybiha: entscheidend für einen Frieden sei nicht eine Unterschrift des Kremls, sondern Bereitschaft der Verbündeten, auf neue Aggression Risslands zu reagieren
Entscheidender Faktor für das Erreichen eines Friedens seien nicht formale Vereinbarungen mit Russland, sondern die Bereitschaft der Verbündeten, auf derer Verletzung hart zu reagieren, denn nur die Unabwendbarkeit einer Strafe könne den Aggressor davon abhalten, nochmals eine Tat zu begehen, sagte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha auf einer internationalen Justiz- Konferenz.
Die russische Aggression habe demzufolge nicht nur einen Umbau der Sicherheitsarchitektur herbeigeführt, sondern auch derer Ineffektivität offenbart.
„Dieser Krieg hat gezeigt, dass das Völkerrecht nicht nur eine Deklaration sein darf - es soll ultimativ und bindend sein und dessen Verletzung soll reale Konsequenzen nach sich ziehen“, so der Minister.
Entscheidend bei dem Friedensprozess sei nicht, welches Dokument von Russland unterzeichnet werde, sondern zu welchen Schritten unsere Partner und Verbündete bereit wären, falls Russland die Vereinbarungen brechen würde.
„Wenn ein Aggressor belohnt wird, anstatt bestraft zu werden, wird er unbedingt seine Aggression wiederholen“, betonte der ukrainische Chefdiplomat.