Selenskyj: Amerikaner verlangen viel zu oft Zugeständnisse von der Ukraine, aber nicht von Russland
Bei den Friedensgesprächen dränge die amerikanismen Seite die Ukraine viel zu oft zu Zugeständnissen, aber nicht Russland, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf der Münchner Sicherheitskonferenz.
„Wir hoffen wirklich auf ernsthafte und substantielle trilaterale Gespräche in der kommenden Woche, die uns allen helfen. Aber ehrlich gesagt, hat man oft das Gefühl, dass die Parteien über absolut verschiede Dinge reden. Die Russen reden von einem „Geist von Anchorage, und wir können nur ahnen, was die damit meinen. Die Amerikaner sprechen oft das Thema der Zugeständnisse an, aber Zugeständnisse werden nur in Bezug auf die Ukraine, und nicht in Bezug auf Russland besprochen“, so Selenskyj.
Europa sei bei den Verhandlungen praktisch nicht dabei. „Das ist ein großer Fehler aus meiner Sicht“, betonte er.
Die Ukraine unternehme demzufolge maximale Anstrengungen, um einen realen Frieden zu erreichen, während der Kreml auf ein zweites Münchner Abkommen hoffe.
"Es wäre aber eine Illusion zu glauben, dass dieser Krieg durch eine Aufteilung der Ukraine beendet werden kann“, so der Staatschef.