Polen wirft russischen FSB- Hackern Cyberangriffe auf seine Energieobjekte vor

Der russische Geheimdienst FSB soll laut dem polnischen Computer-Notfallteam CERT Polska hinter den Cyberangriffen auf 30 polnische Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien, ein Produktionsunternehmen und ein Kraftwerk, das fast eine halbe Million Verbraucher mit Wärme versorgt, stehen, wie Reuters berichtet.

Laut seinem Bericht deuteten alle Hinweise auf eine Gruppe von Hackern des russischen Geheimdienstes FSB hin. Die Cyberangriffe vom 29. Dezember hätten einen „destruktiven Charakter“ gehabt. CERT Polska vergleicht die mit einem Brandanschlag.  

Die Cyberangriffe fielen zeitlich mit einer Kältewelle und Schneestürmen in Polen zusammen. Das Ziel Russlands sei es demzufolge gewesen, alle Daten an den Geräten eines Wärmekraftwerkes zu vernichten, doch der Versuch wurde von der Software blockiert.

Die Fachleute von CERT Polska sehen einen Zusammenhang zwischen den Cyberangriffen und einer Hackergruppe von FSB, die unter verschiedenen Decknamen wie Berserk Bear und Dragonfly aktiv sei. In einem CIA – Bericht vom 20. August 2025 werden diese Hackergruppen mit der Sondereinheit des russischen Geheimdienstes FSB „Zentrum 16“ in Verbindung gebracht. 

John Hultquist, der Chefanalyst von  Google Threat Intelligence Group meint, der Vorfall sollte Anlass zur Sorge um die Sicherheit der Olympischen Winterspiele geben, die am 6. Februar beginnen .

„Russland hat bereits versucht, die Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele zu stören, und war während der letzten Sommerspiele äußerst aktiv“, sagte Hultquist. „Destruktive Cyberangriffe stellen eine sehr reale Bedrohung dar.“

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