926 Hochhäuser in Kyjiw weiter ohne Heizung – Selenskyj

Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte bei Telegram nach der Beratung zur Lage in den Regionen und Gemeinden, dass in Kyjiw weiterhin 926 Häuser ohne Heizung seien. Der Präsident erörterte auch die Situation in Odessa und Charkiw nach den russischen Angriffen.

„Wir haben die Lage in Kyjiw gesondert analysiert. Mit Stand von heute Morgen sind in mehreren Stadtbezirken am linken Ufer der Hauptstadt noch immer 926 Häuser ohne Heizung. Das Energieministerium und das Innenministerium mobilisieren zusätzliche Generatoren. Reserven aus der ganzen Ukraine werden zur Unterstützung der Hauptstadt eingesetzt“, schrieb Selenskyj. Während der Beratung wurden die Umstände des Angriffs auf Odessa analysiert. Der Präsident erinnerte daran, dass die Russen 52 Drohnen eingesetzt hätten, und den Großteil praktisch gegen das Zentrum von Odessa, nahe „Prywos“ (Markt in Odess). Er stellte fest, dass die meisten Drohnen abgeschossen werden konnten, es aber auch Treffer in der Stadt und in der Region Odessa gegeben habe. Laut dem Staatsoberhaupt läuft derzeit eine Rettungsaktion, die Aufräumarbeiten sind im Gange, und alle notwendigen Kräfte sind im Einsatz.

„Es gab Berichte über die Lage in Charkiw und der Region nach dem Beschuss mit dem russischen Mehrfachraketenwerfer. Eine Energieanlage ist getroffen worden – es gibt erhebliche Schäden. Die Wiederherstellungsarbeiten laufen ununterbrochen. Ich danke allen hinzugezogenen Spezialisten des Staatlichen Katastrophenschutzdienstes der Ukraine, von Ukrenergo und Charkiwoblenergo“, so der ukrainische Präsident.

Er betonte, dass das ganze Land jetzt vereint sei, um die Lage zu stabilisieren und die Standhaftigkeit des Staates zu gewährleisten.

Wie berichtet setzten die Russen bei dem massiven Angriff auf die Hauptstadt in der Nacht des 24. Januar zwölf Ch-22-Raketen ein, von denen neun abgeschossen werden konnten. Infolge des Angriffs waren in Kyjiw fast 6.000 Häuser ohne Heizung.

In Odessa wurden in der Nacht zum 27. Januar 23 Menschen beim feindlichen Angriff verletzt, zwei von ihnen schwer. Unter den Verletzten sind zwei Kinder und eine schwangere Frau.

Am 26. Januar hatte die russische Armee Charkiw mit Raketen angegriffen und die Stadt mit Drohnen attackiert.

Foto: Telegram/Zelenskiy