EU schickt fast 450 Notstromaggregate aus ihren strategischen Reserven in die Ukraine

Angesichts der russischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur des Landes stellt die Europäische Union der Ukraine eine Partie der Notstromgeneratoren aus ihren strategischen Reserven zur Verfügung.

Dies teilte der Pressedienst der Europäischen Kommission mit, berichtet ein Korrespondent von Ukrinform.

„Mehr als eine Million Ukrainer sind nach den andauernden russischen Angriffen auf die Energieinfrastruktur bei Minus Temperaturen ohne Strom, Wasser und Heizung geblieben. Die Europäische Kommission stellt heute 447 Notstromaggregate im Wert von 3,7 Millionen Euro aus den strategischen Reserven der EU bereit, um die Stromversorgung von Krankenhäusern, Notunterkünften und wichtigen Einrichtungen wiederherzustellen“, heißt es in dem Bericht.

Die aus den strategischen Reserven von rescEU mobilisierten und in Polen stehenden Generatoren werden vom Ministerium für Gemeinschafts- und Gebietsentwicklung der Ukraine in Zusammenarbeit mit dem Ukrainischen Roten Kreuz an die am stärksten betroffenen Gemeinden verteilt.

Die Europäische Kommission erinnerte daran, dass die EU seit Beginn der umfassenden russischen Invasion über den Zivilschutzmechanismus (UCPM) rund 10.000 Generatoren an die Ukraine geliefert hat. Kurz vor Beginn dieses Winters schloss die Europäische Kommission auch den Transport eines von Litauen gespendeten Wärmekraftwerks ab.

„Die Europäische Kommission verurteilt Russlands Angriffe auf kritische Energieinfrastruktur und die dadurch verursachten humanitären Schäden aufs Schärfste. Die EU wird nicht zulassen, dass Russland die Ukraine erfrieren lässt, und wird den Ukrainern weiter helfen, zu überwintern“, heißt es in der Mitteilung.

Davor erklärte der Erste Vizepremierminister und Energieminister der Ukraine, Denys Schmyhal, dass die Ukraine in den letzten Tagen mehr als 50 Tonnen Ausrüstung für Energiearbeiter erhalten habe.