142 Medienmitarbeiter seit Kriegsbeginn getötet
Seit Beginn des russischen Angriffskrieges sind in der Ukraine 142 Medienmitarbeiter getötet worden, sagte Serhij Tomilenko, Vorsitzender des Nationalen Journalisten-Verbands der Ukraine.
„Wenn wir jedoch speziell über das Jahr 2025 sprechen, wurden drei Journalisten getötet, und sie starben infolge gezielter Angriffe durch russische Drohnen“, so Tomilenko.
Drohnenangriffe stellten demzufolge die größte Gefahr für Journalisten dar. „Wir wissen, dass die Russen neue Technologien gegen Journalisten einsetzen, insbesondere um sie einzuschüchtern […] und um die Berichterstattung über die Kriegsverbrechen Russlands in diesem Krieg zu verhindern“, fügte er hinzu.
Zu den Sicherheitsempfehlungen für Journalisten gehöre laut Tomilenko, keine „Press“-Kennzeichnungen zu verwenden und dementsprechend Fahrzeuge, kugelsichere Westen und Helme nicht zu kennzeichnen.
„Wenn früher in allen klassischen Sicherheitshandbüchern für Journalisten – einschließlich jener der UNESCO-Zentrale und von Reporter ohne Grenzen – die Kennzeichnung ‚Press‘ immer ein Signal an alle Kriegsparteien war, dass es sich um einen unbewaffneten Zivilisten, einen Medienmitarbeiter handelt, wissen wir heute, dass das Label ‚Presse‘ tatsächlich ein Trigger ist. Dewegen rufen wir Journalisten auf, das nicht zu verwenden. Wir wissen, dass sie zu den vorrangigen Zielen für Russen zählen“, betonte Tomilenko.