Russen attackierten gezielt Heizkraftwerke in der Nacht – Premierministerin
Fünf Stunden lang beschossen russische Besatzungstruppen in dieser Nacht Wohngebäude und zivile Infrastruktur in ukrainischen Städten und griffen gezielt Heizkraftwerke in den Stadtbezirken an.
Darüber schrieb die ukrainische Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko auf Telegram.
„Fast fünf Stunden lang beschoss Russland Wohngebäude und zivile Infrastruktur in Kyjiw und anderen Städten. Mehr als 240 Drohnen und 36 Raketen kamen zum Einsatz. In der Hauptstadt sind vier Menschen getötet und 25 verletzt worden. Mein aufrichtiges Beileid an die Angehörigen“, postete sie.
Laut der Premierministerin attackierten die Russen in dieser Nacht gezielt die Heizkraftwerke in den Stadtbezirken und versuchten den Winter zur Waffe zu machen.
Aufgrund von Schäden an Umspannwerken, Leitungen und Kraftwerken in Kyjiw gibt es zum jetzigen Stand in einigen Rayons keinen Strom und kein Wasser. Es wird daran gearbeitet, die Stromversorgung für über 500.000 Verbraucher wiederherzustellen. Not- und stündliche Stromabschaltungen wurden eingeführt, deren Dauer auch durch den Temperatursturz beeinflusst wird.
Die Stadt Slawutytsch wurde aufgrund der Angriffe ohne Strom. Energietechniker arbeiten bereits daran, die Stromversorgung für rund 3.000 Haushalte in der Region Tschernihiw wiederherzustellen.
Zum Stand von Morgen des 9. Januar blieben in der Region Kyjiw aufgrund des Unwetters rund 280.000 Verbraucher ohne Strom, weitere 90.000 wegen des massiven russischen Angriffs.
Foto: Staatlicher Katastrophenschutzdienst