Geheimdienst: Kreml bereite eine "groß angelegte Provokation" mit Todesopfern am 6.-7. Januar vor

Der ukrainische Auslandsgeheimdienst warnt vor weiteren Versuchen des Kremls, Friedensverhandlungen zu vereiteln. Dazu könne er zu einer Provokation an orthodoxen Weihnachten am 6.- 7. Januar greifen, hieß es in einem Geheimdienstbericht.  

„Es handelt sich um eine komplexe Operation. Nach dem sogenannten „Angriff auf Putins Residenz “ stellen wir neue, vom Kreml gefälschte Informationsanlässe für Vorbereitung des russischen und ausländischen Publikums auf weitere Eskalation fest“, hieß es weiter.

Der Kreml werde demzufolge mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem manipulativen Einfluss zu einer bewaffneten Provokation mit Todesopfern übergehen. Die könnte vor oder an den orthodoxen Weihnachten in einer Kirche oder einem anderen Objekt mit  großer symbolischen Bedeutung in Russland oder in russisch besetzten Gebieten der Ukraine stattfinden..

Um der Ukraine den angeblichen Terrorakt vorzuwerfen, sollen Trümmerteile von Drohnen aus westlicher Produktion vom Schlachtfeld in der Ukraine genutzt werden. 

Terrorakte „unter falscher Flagge“ seien für die russischen Geheimdienste charakteristisch.

„Putins Regime setzte diese Taktik mehrmals in Russland ein - heutzutage wird dieses Modell exportiert, was durch öffentliche Erklärungen hochrangiger russische Beamten indirekt bestätigt wird“, wird im Bericht betont.  

Laut dem ukrainischen  Auslandsgeheimdienst laufe seit Montag eine Informationsoperation, um die zwischen der Ukraine und den USA erzielten Vereinbarungen zu torpedieren.  Der Kremlchef Wladimir Putin beschuldigte die Ukraine, eine seiner Residenzen mit Drohnen attackiert zu haben. 

Laut The Institute for the Study of War (ISW) gab es keine öffentlichen Aufnahmen von entsprechenden Aktivitäten der Flugabwehr kurz nach dem Angriff.

Auch der US-Geheimdienst CIA kommt zum Urteil, dass die Ukraine weder den russischen Präsidenten Putin ins Visier genommen noch eine seiner Residenzen angegriffen hat. Das berichteten das »Wall Street Journal« sowie die Sender PBS und CNN unter Berufung auf namentlich nicht genannte Vertreter der US-Regierung

Foto: АА