Selenskyj: Wir haben mit Russen völlig unterschiedliche Positionen zu Donbass
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte nach den Gesprächen in Mar-a-Lago auf der mit Donald Trump gemeinsamen Pressekonferenz, dass zwar in den meisten der 20 Punkte des Friedensplans eine Einigung erzielt worden sei, die Donbass-Frage aber weiterhin kompliziert bleibe.
Darüber berichtet der Korrespondent von Ukrinform in den USA.
Auf die Frage, ob bei dem Treffen ein Kompromiss über den Donbass gefunden worden sei, antwortete Selenskyj: „Sie kennen unsere Position. Wir müssen unser Gesetz, unser Volk und unser Territorium, das wir kontrollieren, respektieren. Daher ist unsere Position natürlich eindeutig und klar, weshalb Präsident Trump sagte, dass dies eine sehr komplexe Frage sei. Und natürlich haben wir hier völlig unterschiedliche Positionen mit den Russen.“
Das ukrainische Staatsoberhaupt merkte an, dass ein Referendum oder eine Abstimmung im Parlament abgehalten werden könnte, um den Friedensplan als Ganzes oder einzelne Punkte zu ratifizieren. Laut dem Präsidenten sei ein Referendum „nur einer der Schlüssel“.
Wie berichtet erklärte Selenskyj zuvor, dass der 14. Punkt des Entwurfs des Basisdokuments zwischen der Ukraine, den USA, Russland und Europa zum Ende des Krieges, der die Lösung der Territorialfrage betrifft, folgenden Kompromiss enthalten könnte: Die Russen ziehen sich aus den Regionen Dnipropetrowsk, Mykolajiw, Sumy und Charkiw zurück. Gleichzeitig soll im Donbas eine „freie Wirtschaftszone“ geschaffen werden. Ein solcher Kompromiss sollte, falls er angenommen wird, beim landesweiten Referendum abgestimmt werden.
Foto: Wolodymyr Selenskyj, Telegram