Russland verhängt für Suschtschenko 20-Jahre-Einreiseverbot

Russland verhängt für Suschtschenko 20-Jahre-Einreiseverbot

Ukrinform Nachrichten
Für Ukrinform-Journalisten Roman Suschtschenko, der am 7. September infolge des Gefangenenaustauschs freigelassen wurde, hat Russland ein 20-Jahre-Einreiseverbot verhängt.

Über die Begnadigung und ein Einreiseverbot in die Russische Föderation habe man dem Journalisten im Untersuchungsgefängnis Lefortowo mitgeteilt, sagte für Ukrinform Suschtschenkos Verteidiger Mark Feigin.

„Was die rechtliche Seite des Falls betrifft, wurde Suschtschenko begnadigt und ihm für 20 Jahre die Einreise auf das Territorium der Russischen Föderation untersagt. Das ist ihm in der U-Haft mitgeteilt worden. Aber soweit ich weiß, wurde das Dekret nirgendwo veröffentlicht. Es muss geheim sein“, sagte Feigin.

Der Korrespondent der ukrainischen Nationalnachrichtenagentur Ukrinform in Frankreich, Roman Suschtschenko, war in Verletzung internationaler Vorschriften am 30. September 2016 in Moskau festgenommen worden, wo er privat zu Besuch war.

Am 7. Oktober 2016 hat man gegen ihn die Anklage wegen der Spionage erhoben. Der russische FSB warf ihm vor, Suschtschenko sei ein Mitarbeiter der Hauptverwaltung des Aufklärungsdienstes des Verteidigungsministeriums der Ukraine. Im ukrainischen Verteidigungsministerium dementierte man diese Behauptung, sie entspreche nicht der Wirklichkeit.

Das Moskauer Stadtgericht hatte am 4. Juni 2018 das Urteil gegen Suschtschenko - 12 Jahre Kolonie strengen Regimes - verkündet. Am 5. Juni wurde der Einspruch gegen das Urteil erhoben.Das Oberste Gericht der Russischen Föderation hat am 12. September 2018 das am 4. Juni 2018 gefällte Urteil gegen den ukrainischen Bürger Roman Suschtschenko nach fabrizierten Beschuldigungen der Spionage für rechtskräftig erklärt und die für ihn durch das Moskauer Stadtgerichts gesprochene Verurteilung von 12 Jahren Freiheitsstrafe in einer Strafkolonie bestätigt.

Am 7. September fand zwischen der Russischen Föderation und der Ukraine ein Gefangenenaustausch im Format 35 gegen 35 statt. In die Ukraine sind 35 Häftlinge des Kremls zurückgekehrt. Unter ihnen sind Oleg Senzow, Roman Suschtschenko, Oleksandr Koltschenko, Pawlo Hryb, Wolodymyr Baluch und andere.

Suschtschenko hat bereits erklärt, dass er in Ukrinform weiterarbeiten werde.

yv

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