Ukraine, USA und Kanada in OSZE rufen zu Suschtschenkos Freilassung auf

Ukraine, USA und Kanada in OSZE rufen zu Suschtschenkos Freilassung auf

Ukrinform Nachrichten
Die Delegationen der Ukraine, der USA und Kanadas in der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) haben am Vorabend des 50. Geburtstags des ukrainischen Journalisten Roman Suschtschenko, der bereits seinen dritten Geburtstag im russischen Gefängnis verbringen wird, während der Sitzung des Ständigen Rates der OSZE in Wien erneut die Russische Föderation aufgefordert, ihn und andere ukrainische politische Gefangene freizulassen.

Darüber berichtet der Korrespondent von Ukrinform in Wien.

„Morgen, am 8. Februar, feiern der ukrainische Journalist Roman Suschtschenko und der Bürger der Ukraine, Einwohner der Krim Wolodymyr Baluch, die nächsten Geburtstage im Gefängnis“, sagte während der Sitzung der stellvertretende Ständige Vertreter der Ukraine bei Internationalen Organisationen in Wien, Igor Lossowskyj.

Er betonte, dass diese beiden politischen Gefangenen zu den Dutzenden ukrainischen Bürgern gehören, die in Russland illegal nach gefälschten Anklagen und auf der von Russland besetzten Krim gefangen gehalten werden. Ukrainer Pawlo Hryb und Edem Bekirow, die eine Behinderung haben, bleiben weiter in russischer Haft ohne spezielle medizinische Versorgung, die sie täglich benötigen. Russland ignoriert auch weiter die Forderungen der internationalen Gemeinschaft, 24 ukrainische Kriegsgefangenen freizulassen, die während eines Überfalls in der Nähe der Straße von Kertsch gefangengenommen wurden.

„Wir fordern erneut von Russland, die ukrainischen Bürger unverzüglich und bedingungslos freilassen, und fordern die internationale Gemeinschaft auf, ihren Druck auf Russland zu verstärken, damit es das ausführt“, sagte der ukrainische Diplomat.

Der Korrespondent der ukrainischen Nationalnachrichtenagentur Ukrinform in Frankreich, Roman Suschtschenko, war in Verletzung internationaler Vorschriften am 30. September 2016 in Moskau festgenommen worden, wo er privat zu Besuch war.

Am 7. Oktober 2016 hat man gegen ihn die Anklage wegen der Spionage erhoben. Der russische FSB warf ihm vor, Suschtschenko sei ein Mitarbeiter der Hauptverwaltung des Aufklärungsdienstes des Verteidigungsministeriums der Ukraine. Im ukrainischen Verteidigungsministerium dementierte man diese Behauptung, sie entspreche nicht der Wirklichkeit.

Das Moskauer Stadtgericht hatte am 4. Juni 2018 das Urteil gegen Suschtschenko - 12 Jahre Kolonie strengen Regimes - verkündet. Am 5. Juni wurde der Einspruch gegen das Urteil erhoben.

Das Oberste Gericht der Russischen Föderation hat am 12. September 2018 das am 4. Juni 2018 gefällte Urteil gegen den ukrainischen Bürger Roman Suschtschenko nach fabrizierten Beschuldigungen der Spionage für rechtskräftig erklärt und die für ihn durch das Moskauer Stadtgerichts gesprochene Verurteilung von 12 Jahren Freiheitsstrafe in einer Strafkolonie bestätigt.

Am 8. Oktober hat das Konsulat der Ukraine in Moskau die Information, dass Suschtschenko in das Straflager verlegt sei, bestätigt. Er befindet sich derzeit in Oblast Kirow (Stadt Kirowo-Tschepezk, Dorf Utrobìno).

yv

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