Botschafter: Seit Suschtschenkos Festnahme haben wir zynischste Erscheinungen der russischen „Justiz“ gesehen

Botschafter: Seit Suschtschenkos Festnahme haben wir zynischste Erscheinungen der russischen „Justiz“ gesehen

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Ukrinform
Seit zwei Jahren der rechtswidrigen Festnahme des Ukrinform-Korrespondenten Roman Suschtschenko habe die Welt gesehen, dass die russische Pseudojustiz sowohl das Völkerrecht als auch die Appelle der internationalen Gemeinschaft ignoriere, sagte der Außerordentliche und Bevollmächtigte Botschafter der Ukraine in Frankreich, Oleg Schamschur, in einem Kommentar für Ukrinform.

„Heute sind es genau zwei Jahre, als der Korrespondent von Ukrinform in Frankreich Roman Suschtschenko in Moskau festgenommen und verhaftet wurde. Innerhalb dieser zwei Jahren haben wir die zynischsten Erscheinungen der russischen Pseudojustiz erlebt, die weder das Völkerrecht noch die Appelle der internationalen Gemeinschaft respektiert“sagte der Diplomat.

Er ist überzeugt, dass der Grund für Suschtschenkos Gefangennahme seine berufliche Tätigkeit gewesen war.

„Wir erinnern uns an Roman als einen professionellen Journalisten, der hier in Frankreich vielseitige Themen publizierte, darunter auch die heikelsten. Innerhalb dieser zwei Jahren konnten nicht weniger kritische Berichte, analytische Texte geschrieben werden, aber der Kreml hat einen Weg gefunden, den Journalisten zum Schweigen zu zwingen – aus ihm einen Spion zu machen, ohne Beweise und hinter verschlossenen Türen, und verurteilte ihn zu 12 Jahren Freiheitsstrafe. Aber die Wahrheit ist nicht zu verbergen, nun weiß die ganze Welt über die illegalen Handlungen Russlands“, hat der Leiter der ukrainischen diplomatischen Vertretung in Paris gesagt.

Schamschur erinnerte auch an die anderen politischen Gefangenen des Kremls und dankte den französischen Künstlern für ihre Unterstützung und Aktion, die heute vor den Mauern der russischen Botschaft in Paris stattfindet.

„Heute möchte ich alle ukrainischen politischen Gefangenen erwähnen. In den Kremlgefängnissen sind ungefähr 70 Leute. Oleg Senzow und Wolodymyr Baluch am Rande des Lebens (und des Todes) setzen den Hungerstreik fort. Zusammen mit den ukrainischen politischen Gefangenen haben in Paris französische Künstler und Intellektuelle den Hungerstreik angekündigt, die vor den Wänden der russischen Botschaft die Aufmerksamkeit auf die Gesetzlosigkeit und Brutalität des Putin-Regimes lenken. Wir fordern die Freilassung von Roman Suschtschenko, Oleg Senzow und allen politischen Gefangenen des Kremls“, betonte der ukrainische Botschafter.

Der Korrespondent der ukrainischen Nationalnachrichtenagentur Ukrinform in Frankreich, Roman Suschtschenko, war in Verletzung internationaler Vorschriften am 30. September 2016 in Moskau festgenommen worden, wo er privat zu Besuch war.

Am 7. Oktober 2016 hat man gegen ihn die Anklage wegen der Spionage erhoben. Der russische FSB warf ihm vor, Suschtschenko sei ein Mitarbeiter der Hauptverwaltung des Aufklärungsdienstes des Verteidigungsministeriums der Ukraine. Im ukrainischen Verteidigungsministerium dementierte man diese Behauptung, sie entspreche nicht der Wirklichkeit.

Das Moskauer Stadtgericht hatte am 4. Juni 2018 das Urteil gegen Suschtschenko - 12 Jahre Kolonie strengen Regimes - verkündet. Am 5. Juni wurde der Einspruch gegen das Urteil erhoben.

Das Oberste Gericht der Russischen Föderation hat am 12. September 2018 das am 4. Juni 2018 gefällte Urteil gegen den ukrainischen Bürger Roman Suschtschenko nach fabrizierten Beschuldigungen der Spionage für rechtskräftig erklärt und die für ihn durch das Moskauer Stadtgerichts gesprochene Verurteilung von 12 Jahren Freiheitsstrafe in einer Strafkolonie bestätigt.

yv

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