4. Jahrestag Tragödie von Odessa

4. Jahrestag Tragödie von Odessa

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Ukrinform
Heute wird das 4. Jahrestag seit den tragischen Ereignissen in der Schwarzmeerstadt Odessa, als während der massenhaften Auseinandersetzungen beinahe ein halbes Hundert Menschen ums Leben gekommen waren. 

Anscheinend hätte nichts an diesem Maitag eine Tragödie ahnen lassen. Zu der Zeit befand sich die Krim bereits unter der russischen Okkupation, im Osten des Landes wurden bereits Kampfhandlungen geführt, aber das Land lebte friedliches, obwohl etwas  gespanntes Leben. Und Odessa war keine Ausnahme - für den Abend war ein Fußballspiel eingeplant, die Stadteinwohner haben sich mit ihren gewöhnlichen Sachen beschäftigt.  

Ungeachtet der Versuche des Kremls, „den Russischen Frühling“ vorzurücken und „die Odessaer Volksrepublik“ auszurufen, waren diese Versuche vergeblich und die Situation in der Stadt war nach den Schätzungen der OSZE relativ ruhig.

Aber die tragischen Ereignisse entwickelten sich sehr ungestüm, und als Folge ist der Tod von fast Halbhundert Menschen geworden, was nicht nur die Ukrainer, sondern auch die ganze Welt schockierte. Kurz vor dem Fußballspiel zwischen "Tschernomorez" Odessa und "Metallist" Charkiw war ein gemeinsamer Zug der Fans beider Mannschaften und der proukrainisch gestimmten Odessiten durch die zentralen Straßen der Stadt eingeplant.

Als sie zum Aleksandriwski-Prospekt gekommen waren, wurden sie von den Antimaidan-Teilnehmern angegriffen. Bald verbreiteten sich die massenhaften Auseinandersetzungen auf alle zentralen Straßen von Odessa. Die Situation war aus der Kontrolle gerieten. Die proukrainisch gestimmten Menschen begonnen, die Antimaidan-Aktivisten zum Ort ihrer Stationierung  - zum Kulikow-Feld - zu drängen. Das Lager der Separatisten war verbrannt und die Antimaidan-Teilnehmer haben sich im Haus der Gewerkschaften des Gebiets Odessa verbarrikadiert. Die Seiten des Konfliktes warfen einander mit Molotow-Cocktail und schossen. Bald war im Gebäude ein Brand ausgebrochen, in dessen Folge die Menschen umgekommen waren. Insgesamt sind im Verlaufe der Unruhen in Odessa 48 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 200 Mann haben ärztliche Hilfe in Anspruch genommen. Die Mehrheit der Opfer der Tragödie ist im Haus der Gewerkschaften umgekommen.

Die Untersuchung hat ergeben, dass die massenhaften Auseinandersetzungen in Odessa organisiert und absichtlich geplant worden waren. Laut dem Beschluss des Stadtrats Odessa werden an diesem Tag der Opfer in Ehren gedacht. 

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