Drehbuch „Sender Gleiwitz“: Verteidigungsminister Taran über Ziele Russland

Drehbuch „Sender Gleiwitz“: Verteidigungsminister Taran über Ziele Russland

Ukrinform Nachrichten
Eine provozierte Verschärfung der Lage im Konfliktgebiet der Ukraine sowie die Beschuldigungen der Ukraine der Verletzung der Menschenrechte von russischsprachigen Menschen oder neuen Staatsbürgern Russlands in der Ostukraine, die eine Staatsangehörigkeit durch Vergabe der Pässe erwarben, kann Russland als Vorwand für eine Wiederaufnahme der aktiven bewaffneten Aggression nutzen, heißt es in einer Erklärung des Verteidigungsministers der Ukraine, Andrij Taran.

Er betonte zugleich, dass die Wiederaufnahme der Aggression gegen die Ukraine ausschließlich unter der Voraussetzung eines entsprechenden politischen Beschlusses auf der höchsten Ebene im Kreml möglich ist.

Taran erklärte weiter; „Der Frühling 2021 erinnert: wenn der Aggressor einen Nichtangriffspakt ankündigt, muss man immer geheime Zusatzprotokolle suchen. Die Gebrauchsanleitung, wie man den „Molotow-Ribbentrop-Pakt“ serviert, war in Moskau nie weit versteckt. Mehr noch, heute, in der digitalen Ära greifen die Stratege aus dem Kreml auf das alte Drehbuch „Sender Gleiwitz“ zurück.“ Die russischen Propagandisten verbreiten zur Einschüchterung der Menschen in den besetzten Gebieten Meldungen über angeblich aggressive Absichten der ukrainischen Verteidigungskräfte und über die Vorbereitung eines Angriffs, betonte er.

Wahre Ziele des russischen Truppenaufbaues nahe der ukrainischen Grenze und auf der besetzen Krim können nach Ansicht des Verteidigungsministers eine erhöhte Druckausübung auf die Ukraine sein, um sie zu Zugeständnissen zu zwingen und eine Demonstration, darunter den führenden Ländern des Westens, der Bereitschaft, bewaffnete Kräfte gegen die Ukraine einzusetzen, erklärte Taran. Der Militäreinsatz betrachtet Russland ihm zufolge als „ultimatives Mittel zur Erreichung seiner strategischen Ziele, wenn alle anderen Mittel nicht effektiv sind“. Das strategische Ziel der Russischen Föderation bleibe die Rückkehr der Ukraine unter seine Kontrolle und das Scheitern des euroatlantischen Kurses der Ukraine.

Taran unterstrich weiter, dass die Ukraine ein friedlicher Staat ist, der gegen die russische Aggression kämpft. Die von Russland angestifteten Kampfhandlungen können nur mit politischen und diplomatischen Mittel beendet werden, so Taran.

Nach Worten von Taran zeigen die Aktionen in den letzten zwei Wochen, dass Bemühungen zur Verhinderung der umfassenden Kampfhandlungen seitens Russlands erhöht werden müssen. Das betreffe vor allem Sanktionen, eine engere Zusammenarbeit beim Austausch der nachrichtendienstlichen Informationen, besonders in der Schwarzmeerregion, sowie die Handlungen der ukrainischen Diplomaten in allen internationalen Organisationen. „Russland muss verstehen, dass jede Intensivierung der Aggression und Eskalation der Sicherheitslage eine klare und starke Antwort der Weltgemeinschaft bekommen.“


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