Russland schließt Beobachtermission in der Straße von Kertsch aus

Russland schließt Beobachtermission in der Straße von Kertsch aus

Ukrinform Nachrichten
Der russische Vizeaußenminister Grigori Karassin hat die Entsendung einer internationalen Beobachtermission in die Straße von Kertsch ausgeschlossen.

Er sagte: „Das kommt gar nicht in Frage“, berichtet die russische Nachrichtenagentur TASS. Russland habe eine einmalige Reise von Experten als Geste des guten Willens vorgeschlagen. Russland sei aber kategorisch gegen eine mehrseitige Beobachtung, darunter sogar mit der Ukraine. Nach seinen Worten habe der russische Präsident Putin der deutschen Kanzlerin Merkel eine einmalige Reise vorgeschlagen. Deutschlands Außenminister Heiko Maas hatte zuvor eine Ausweitung der OSZE-Beobachtermission in der Ukraine auf das Asowsche Meer vorgeschlagen.

Die russische Küstenwache hatte am 25. November in der Straße von Kertsch zwei ukrainische Marineboote „Berdjansk“ und „Nikopol“ sowie den Marineschlepper „Jani Kapu“ gekapert und deren Besatzungen festgenommen. Drei Matrosen wurde dabei verletzt. Die Schiffe waren vom Hafen Odessa in den Hafen Mariupol unterwegs. Jetzt befinden 24 Marinesoldaten im Moskauer Untersuchungsgefängnis „Lefortowo“. Ihnen wird illegaler Grenzübertritt vorgeworfen. Am 15. und 16. Januar verlängerte ein Gericht in Moskau die Untersuchungshaft für Matrosen um weitere drei Monate, bis Ende April 2019. Alle Marinesoldaten bezeichnen sich als Kriegsgefangene.

ch

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