Am 18. Mai ist Gedenktag für Opfer des Genozids am Krimtatarischen Volk und Tag des Kampfes für seine Rechte

Am 18. Mai ist Gedenktag für Opfer des Genozids am Krimtatarischen Volk und Tag des Kampfes für seine Rechte

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Ukrinform
Am 18. Mai werden in der Ukraine der der Tag des Kampfes des Krimtatarischen Volkes für seine Rechte und der Gedenktag für die Opfer von Deportation der Krimtataren gefeiert.

Die Deportation der Krimtataren begann am 18. Mai 1944 um 3:00 Uhr und dauerte bis Anfang Juni. Ungeachtet dessen, dass die Vertreter des Krimtatarischen Volkes in der Roten Armee gekämpft und an der Partisanenbewegung teilgenommen hatten, warf das Staatliche Verteidigungskomitee ihnen massenhaften Verrat wegen der angeblichen Zusammenarbeit mit dem Dritten Reich vor, was dann eine Ursache für die Deportation geworden war. Das war zweifellos ein Akt des Genozides und des Ethnozides, wovon die Anschuldigung des Staatsverrats gegen das ganze Volk sowie die Anwendung des Prinzips der kollektiven Verantwortlichkeit zeugen.    

Laut den offiziellen Angaben wurden 183.144 Krimtataren (nach Angaben der tatarischen Quellen 228.500) deportiert, ungefähr 110.000 Mann starben innerhalb der ersten Jahreshälfte. An der Vernichtungsoperation wurden 32.000 Mitarbeiter des Volkskommissariats für innere Angelegenheiten (NKWS) eingesetzt: Männer und Frauen, Kinder und ältere Menschen wurden in die Eisenbahnwaggons getrieben, die vorher für die Beförderung von Vieh ausgenutzt waren. Sie wurden dann tausende Kilometer entfernt von ihren Wohnorten per Bahn mit 70 Zügen geschickt. Um ihre Sachen einpacken zu können, wurden ihnen ein paar Minuten bis einer halben Stunde eingeäunt. Erlaubt wurde mitzunehmen persönliche Dinge, Lebensmittel, Geschirr und Alltagsinventar. Selbstverständlich, dass der meiste Besitz gelassen und vom Staat konfisziert worden war. Die Deportieren wurden vorwiegend für spezielle Ansiedlung nach Usbekistan gebracht, ein Teil – in die Hauptverwaltung von Straf- und Arbeitslagern (GULAG) und noch ein Teil - zum speziellen Kontingent des Moskauer Kohlenbeckens.

Die Deportation war eines der Mittel der „Detatarisierung“ der Krim. Auch Kultur- und  historische Denkmäler wurden vernichtet, historische Namen der Ortschaften wurden durch „Sowjetisches“, „Perwomajsk“, „Krasnogwardejsk“ usw. ersetzt. Die in Russland und anderen Republiken Geborenen besiedelten die Krim. In der Nachkriegszeit ist die Zahl der Bevölkerung auf der Krim um knapp zehn Mal gestiegen.

Als die Krim 1954 an die Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik angegliedert worden war, wurde im Jahr 1956 über die Rehabilitierung der Krimtatarn aber praktisch ohne das Recht, heimzukehren, erlassen. Der Erlass wurde nicht veröffentlicht. Die massenhafte Heimkehr der Krimtataren begann erst Ende der 80-er Jahre. Man sollte glauben, dass endlich der Frieden und die Ruhe hergestellt worden ist, man könnte ruhig und frei auf dem Heimatboden leben. Aber die Krimgebiete wurden erneut ein Objekt zum Besitzanspruch Russlands und gegen die Krimtataren wurden (werden) Repressionen verhängt. Das Krimtatarische Volk tritt konsequent für die Aufrechterhaltung der territorialen Integrität der Ukraine und gegen die Annexion der Krim durch Russland im März 2014 auf. Es wurde über die Nichtanerkennung der russischen Besatzung auf der Krim angekündigt. Als Antwort darauf hat Russland den Krimtatarischen Anführern, Mustafa Dshemiljow und Refat Tschubarow, die Einreise auf die Halbinsel verboten. Zum Stand Februar 2015 mussten 10.000 von 300.000 des Krimtatarischen Volkes die Krim verlassen. In Anbetracht dessen wurde gemäß dem Präsidialerlass vom  16. Mai 2014 der Tag des Kampfes für die Rechte des Krimtatarischen Volkes ins Leben gerufen. Und am 12. November 2015 hat die Werchowna Rada der Ukraine die Deportation als Genozid anerkannt und der 18. Mai zum Gedenktag für Opfer des Genozids am Krimtatarischen Volk angekündigt.

nj

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