USA führen keine Gespräche über Sanktionen

USA führen keine Gespräche über Sanktionen

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Ukrinform
Die USA führen keine Gespräche mit russischen Oligarchen oder Vertretern der russischen Regierung bezüglich der Sanktionen gegen einzelne Personen oder dem Kreml nahestehende Unternehmen.

So kategorisch äußerte sich eine Quelle im US-Außenministerium gegenüber der Nachrichtenagentur Ukrinform.

„Wir besprechen die Sanktionen (der USA – Red.) mit anderen Ländern nicht“, sagte eine Amtsperson auf eine Anfrage von Ukrinform, ob russische Beamte oder Oligarchen versuchen, diplomatische, unternehmerische oder andere Kommunikationskanäle mit der US-Regierung zu nutzen, um die Sanktionen gegen sie oder gegen die Putin nahe stehende Kreise zu mildern,. „Wir verhängen die Sanktionen gegen (physische und juristische Personen – Red.) in verschiedenen Ländern, und das ist kein Gegenstand der Gespräche“, so die Quelle.

Anlass für die Anfrage war die Information über den Besuch einer großen Delegation der russischen Sberbank in die USA. Die Sberbank steht seit 2014 unter Sanktionen. Nach Angaben der Webseiten, die die Passagierflüge weltweit verfolgen, flogen am 1. April zwei Flugzeuge der Sberbank mit Bordnummern RA-10204 und RA-10203 von Moskau nach San-Francisco. Eine Maschine kehrte am 7. April nach Russland zurück, die zweite am 11. April. Das bedeutet, dass der Besuch auch nach den am 6. April verkündeten Sanktionen der USA dauerte.

Der Social-Media-Nutzer Juha Keskinen, der die Flüge von hohen Regierungsvertretern und Oligarchen, darunter aus Russland, verfolgt, schrieb am 1. April: „Flugzeuge der Sberbank RA-10203 und RA-10204 flogen am 1. April von Moskau nach San-Francisco ab. Vielleicht ist das wichtig, weil beide Flugzeuge von den Führungskräften (der Bank- Red.) genutzt. RA-10204 nutzt gewöhnlich Herman Gref (Chef der Sberbank).“

Der Name von Gref, der zuvor im sogenannten „Kreml-Bericht“ war, tauchte dann auf der Liste der neuen US-Sanktionen am 6. April nicht auf.

Im Januar 2016, vor der Veröffentlichung des „Kreml-Berichts“ besuchten Chefs der russischen Geheimdienste Sergej Naryschkin, Alexander Bortnikow und Igor Korobow Washington. Die US-Medien spekulierten, dass sie Gespräche mit der US-Regierung über mögliche Sanktionen führten. Die US-Administration erklärte, dass es sich beim Besuch um die Zusammenarbeit bei der Terrorismusbekämpfung handelte.

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