Waszczykowski: Wirkungen der Sanktionen gegen Russland machen sich in zwei bis drei Jahren bemerkbar

Waszczykowski: Wirkungen der Sanktionen gegen Russland machen sich in zwei bis drei Jahren bemerkbar

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Ukrinform
Die Sanktionen des Westens gegen Russland sind notwendig, weil es keine anderen wirksamen Instrumente gibt, um Russland zu zwingen, Vereinbarungen über die Waffenruhe einzuhalten.

Die Wirkungen der Sanktionen kann man in zwei bis drei Jahren sehen.

Das erklärte in einem Interview mit dem polnischen Radio Trojka der polnische Außenminister Witold Waszczykowski.

Waszczykowski zufolge seien die meisten EU-Länder für die Verlängerung der Sanktionen, weil Russland keinen Wunsch zeigt, die Minsker Abkommen umzusetzen. Angesichts dieser Tatsache gebe es keinen Bedarf, Russland mit etwas zu belohnen und die Aggression zu fördern, sie (Sanktionen) müssen verlängert werden.

„Die Wirkungen der Sanktionen sieht man: die Wirtschaft (Russlands – Red.) hat sich stark verlangsamt, obwohl das nicht nur die Folge der Sanktionen ist, sondern auch der sinkenden Preise für Öl und Gas. Aus früheren internationalen Situationen wissen wir, dass Sanktionen ihre Wirkung bringen werden, wenn sie mindestens zwei bis drei Jahre in Kraft bleiben werden“, stellte der Chef der polnischen Diplomatie fest.

Die polnische Position besteht laut Waszczykowski darin, Russland keinen „Lebkuchen“ in Form der Aufhebung von Sanktionen bei den Verstößen gegen das internationale Recht zu geben.

„Russland hat das Völkerrecht verletzt – die Krim besetzt und den Separatismus im Osten der Ukraine unterstützt - und in diesem Zusammenhang muss es bestraft werden“, resümierte der Außenminister.

Waszczykowski betonte, Russland habe im Laufe von vielen Jahren aggressiv die Armee verstärkt und nun drohe es mit Raketen, verstärke sein militärisches Kontingent in der Region Kaliningrad.

Er bemerkte auch, dass sich unter den Nato-Mitgliedern allmählich die Philosophie ändert und eine Überzeugung entstanden ist, dass man die östliche Flanke der Allianz nicht verstärken muss, um Russland nicht zu reizen.

„Russland führte in den letzten Jahren drei Kriege  - in Georgien, der Ukraine und Syrien und führte zu vielen Vorfällen, insbesondere in der Ostsee. Die Stärkung der östlichen Flanke ist eine Reaktion auf das aggressive, imperiale Verhalten Russlands“, sagte der polnische Außenminister.

yv

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