Generaldirektor der Nachrichtenagentur Ukrinform, Oleksandr Chartschenko

07.02.2017 15:39 269

Schwache Reaktion auf Suschtschenkos Verhaftung gebe grünes Licht für russische Aggression.

Die Welt habe kein Recht auf eine schwache Reaktion gegenüber Russland, das den Journalisten der Nationalen Ukrainischen Nachrichtenagentur Ukrinform, Roman Suschtschenko, illegal in Haft hält, denn es gehe in Wirklichkeit um die Einschüchterung aller Journalisten, die zu Politik und Maßnahmen des Kremls nicht loyal sind, brachte seine Überzeugung zum Ausdruck der Generaldirektor von Ukrinform, Oleksandr Chartschenko, während der Präsentation des Suschtschenko gewidmeten Films „Gefangene des Kreml“.

„Warum ist die illegale Verhaftung von Roman nicht nur der Fall seiner Familie und Ukrinforms, wo er arbeitete? Weil Russland jedes Mal durch solche Verhaftungen testet, wie weit es in seinen aggressiven Absichten und Handlungen gehen kann. Und die schwache Reaktion der Ukraine und der Welt darauf würde ein grünes Licht für solche Handlungen Russlands bedeuten, besonders in Bezug auf den Journalisten, der in EU-Ländern akkreditiert ist. Das würde die Einschüchterung aller Journalisten unabhängig von der Nationalität bedeuten, die Russland, die Handlungen des Kremls kritisieren. Und deshalb haben wir kein Recht auf eine solche schwache Reaktion“, sagte Chartschenko.

Gleichzeitig betonte er, dass die heutigen gemeinsamen Anstrengungen der ukrainischen Behörden, der ukrainischen Zivilgesellschaft und der internationalen Gemeinschaft die Gewissheit geben, dass man die Befreiung von Suschtschenko erzielen kann.

Herr Chartschenko lenkte auch die Aufmerksamkeit der Anwesenden auf die bunte Fotoausstellung von Roman, die er als Ukrinform-Korrespondent während der Arbeit in Frankreich gemacht hatte.

„Wenn wir heute die von Roman gemachten Fotos sehen können, begreifen wir eine wichtige Sache. Wir sagen, dass Russland, der Kreml einen Hybrid-Krieg gegen die Ukraine und die Welt führen. Und diesen Hybrid-Krieg können wahrscheinlich nur Hybrid-Menschen führen. Es sind gar keine Menschen, es ist irgendein ungeheuerlicher Monster, ein Hybrid eines Menschen und ein Kalaschnikow. Aber wenn du diese Bilder siehst, dann verstehst du, dass das ein Krieg der Hybriden gegen Künstler, Schöpfer, gegen die Menschen ist, die ein Herz haben. Und wir wissen, dass in diesem Krieg wir gewinnen“, sagte der Leiter von Ukrinform.

Im Namen der Journalisten der Nachrichtenagentur und der Familie des verhafteten Journalisten bedankte sich Chartschenko bei der ukrainischen Regierung, der ersten stellvertretenden Vorsitzenden der Werchowna Rada der Ukraine, Iryna Geraschtchenko, den Vertretern des diplomatischen Korps und dem Rechtsanwalt Mark Feigin für jene Bemühungen, die sie für die Befreiung von Suschtschenko machen.

yv

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