Muschenko über die Reform der Armee

18.01.2017 17:26 507

Die Ukraine ist bereit, die Kampferfahrung zu teilen, die sie im Kampf gegen die russische Aggression gesammelt hat, um die Nato-Streitkräfte vorzubereiten.

Das sagte in einem exklusiven Kommentar für den Ukrinform-Korrespondenten in Brüssel der Chef des Generalstabs, Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Ukraine, Armeegeneral, Wiktor Muschenko.

„In der Sitzung der Nato-Ukraine-Kommission haben wir erklärt, dass wir zu Nato-Standards übergehen, aber schon zu den Standards, die wir unter Berücksichtigung der von uns erworbenen Kampferfahrung anpassen. Und wir sind bereit, diese Erfahrung zu teilen, und dieser Prozess ist bereits im Gange. Wir sind bereit, ihn fortzusetzen und zu vertiefen“, sagte Muschenko.

In Bezug auf die Reform der Streitkräfte der Ukraine mithilfe der Nato und den Übergang zu Standards der Allianz stellte Herr Muschenko fest, dass dieser Prozess im Jahr 2016 intensiviert wurde.

„Wir planen, mit jedem Jahr die Anzahl der Einheiten zu erhöhen, die sich nach den mit der Nato bestimmten Formaten vorbereiten werden. Dazu gehört die Durchführung von gemeinsamen Übungen“, sagte er weiter.

Für das Jahr 2017 ist ihm zufolge die Durchführung von 39 Militärübungen mit der Allianz mit der Beteiligung der ukrainischen Truppen geplant. Von diesen sind drei auf dem Territorium der Ukraine und der Rest in den Nato-Staaten.

Die ukrainische Seite habe auch vorgeschlagen, die Szenarien von militärischen Übungen der Allianz unter Berücksichtigung der Kampferfahrungen im Kampf gegen die russische Aggression vorzubereiten. In demselben Format handele es sich um die Heranziehung der Instruktoren der Armeen der Nato-Mitgliedstaaten für die Vorbereitung unserer Soldaten im gemeinsamen System der Unterstützung der Ukraine im Kampf gegen die russische Aggression.

Laut Muschenko hat sich das Vereinigte Königreich bereit gezeigt, im Jahr 2017 bis zu 5 000 ukrainische Soldaten auszubilden.

„Kanada wird auch die Zusammenarbeit mit der Ukraine und den Streitkräften in diesem Bereich fortsetzen“, fügte Muschenko hinzu.

Separat verzeichnete der ukrainische Generalstabschef den Anfang der Zusammenarbeit mit Schweden im Kampf gegen Hybridbedrohungen und in anderen Fragen.

„Dies ist das Format, das bei uns gerade erst beginnt. Schweden ist kein Nato-Land. Aber angesichts der bestehenden Bedrohungen finden wir, dass man Kontakte nicht nur mit den Nato-Staaten, sondern auch mit unseren Partnern und Nachbarn pflegen sollte, die uns unterstützen“, sagte Muschenko.

yv

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