Band „Naviband“ repräsentiert Weißrussland bei Eurovision 2017
Das Wichtigste in unserer Nummer – weißrussische Sprache
25.04.2017 17:24 734

Die Teilnehmer von Weißrussland an Eurovision 2017 Arzjom Lukjanenka und Ksenija Schuk sind aus der Band „Naviband“. Sie werden mit dem Lied mit dem Titel „Geschichte meines Lebens“ auftreten. Und zum ersten Mal bei diesem prestigeträchtigen Musikwettbewerb wird das Lied in der belarussischen Sprache gesungen. Die Musiker erachten dies als ein historisches Ereignis und sind sehr stolz darauf. Und sie sind auch stolz darauf, dass bei den Vorbereitungen auf Eurovision ihnen ein ukrainisches Team hilft, das einmal Jamals und Slata Ognewitsch vorbereitete.

Über Proben in Kiew und den zweiten Versuch bei der nationalen Vorauswahl, über ein Treffen mit Jamala und die Atmosphäre bei Gesprächen mit anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Musikwettbewerbs erzählen die belarussischen Sänger in einem Interview mit einer Ukrinform-Korrespondentin.

Sie sind in Kiew, obwohl die Proben für Eurovision Song Contest 2017 offiziell noch nicht begonnen haben. Was hat Sie jetzt hierher gebracht?

Arzjom: Wir sind in Kiew, weil sich mit der Vorbereitung der Nummer ein Team von ukrainischen Profis befasst: Choreograph, Regisseur und Stylist-Designer. Und wir kommen schon zum zweiten Mal zu euch zu Proben, wir waren hier vor einem Monat. Wir drehen auch hier ein paar kleine Videos. Denn wir singen gerne Lieder anderer Länder und versuchen jetzt, einmal in der Woche verschiedene Songs aufzunehmen und sie ins Netz zu stellen. Wir hatten bereits einen Song aus Griechenland, wir sangen ein israelisches Volkslied, und armenisches. Deshalb haben wir hier genug zu tun. Aber in erster Linie, natürlich Proben.

Wir haben gelesen, dass „Naviband“ eine weißrussische Band aus Minsk ist, die ihre Songs im Genre von Indie-Pop, Folk-Rock, Indie Rock, Indie-Folk singt... Wir haben Sie ein bisschen während unserer nationalen Auswahl gehört. Es war ein sehr schöner Auftritt. Aber was ist das für Genre?

Ksenija: Indie-Musik kommt vom englischen independent music. Sie ist beliebt in letzter Zeit. Um ehrlich zu sein, hatten wir keine klare Vorstellung davon, was wir spielen sollen, und wir sind nicht solche Typen, die sagen: Wir spielen konkret Rock und Schluss!

Arzjom: Uns gefällt es, irgendwelche Volkssingweisen in modernere Motive aufzunehmen. Wir haben Spaß daran, wir tanken unsere Kultur und Traditionen auf.

Sprechen wir über weißrussische Melodien und Traditionen?

Arzjom: Ja. Wir singen in weißrussischer Sprache und die weißrussische Sprache wird zum ersten Mal auf der Bühne von Eurovision ertönen. Es ist sehr wichtig für uns, unsere Kultur, unsere Sprache zu unterstützen. Und in dem Lied, das wir singen werden, gibt es solche Motive - Hej-Hej!, die das Publikum mitsingen kann.

Wir haben sehr warme Feedbacks von Jamala über Ihre Band gelesen. Sie hat Ihre Energie, Emotionen, Positiv verzeichnet und gesagt: Sie haben etwas, was zum Hören bringt. Das war buchstäblich jetzt.

Arzjom: Ja. Das war vor ein paar Tagen. Jamala hat ein Konzert in Vilnius gehabt und die Minsker Ausgabe euroradio.com hat ein Interview bei ihr genommen. Wir haben es von dort bekommen. Wir waren angenehm überrascht. Ich danke ihr sehr für solche warme Worte!

Jamala hat sich Ihren Auftritt bei uns während der nationalen Vorauswahl eingeprägt. Sie haben sie damals überrascht.

Ksenija: Wir haben ihr Lied „1944“ ins Weißrussische übersetzt und für sie aus Dankbarkeit gesungen, dass sie Eurovision in die Ukraine bringt, und dass wir die Gelegenheit haben, Ihre wunderschöne Stadt zu besuchen und am Eurovision Song Contest teilzunehmen. Sie saß in der Jury, war sehr gerührt, und brach sogar in Tränen aus...

Arzjom: Wir haben nach dem Konzert sogar ein bisschen geredet…

Wer von unseren Musikern hat Ihnen bei der ukrainischen nationalen Vorauswahl gefallen?

Ksenija: Uns haben sehr gut „O.Torvald“ gefallen, die dann gewonnen haben, und „Saldo back“, sie sind sehr cool!

Arzjom: Wir verfolgen die ukrainische Musikwelt, weil es hier jetzt viele gute Musiker gibt und der Medienraum ist unglaublich gewachsen. Damit meine ich die authentische und pop-Kultur, Rock-Musik und Folk. Und all dies entwickelt sich in sehr richtige Richtung. Das ist cool!

In den nächsten Tagen findet in Minsk Ihr großes Konzert statt. Es wird eine Art Generalprobe vor Eurovision sein?

Ksenija: Ja. Aber es ist eher einfach nur für die Unterstützung von unseren Hörern. Wir empfinden es sogar als Erholung für uns selbst, so können wir uns ein wenig von der Vorbereitung auf Eurovision entspannen. Live-Konzerte tanken uns auf.

Arzjom: Für uns ist es jetzt sehr wichtig, mit unseren Leuten zu treffen. Und Eurovision wird die erste Erfahrung einer solchen großen Show sein. Aber es ist sehr angenehm für uns, es ist sehr interessant, daran teilzunehmen. Und noch träume ich davon, dass diese Geschichte mit Kiew weiter geht, damit wir auch später in die Ukraine kommen und auf den Festivals singen können.

Ihre jungen Sängerinnen und Sänger kommen zu uns zu Casting-Shows, wir drücken ihnen die Daumen, sie werden immer beliebter. In der Ukraine waren weißrussische Musiker immer beliebt. Jaroslaw Jewdokimow, „Syabry“, „Verasy“, „Pesnyary“ – überhaupt eine besondere Geschichte, und es ist schade, dass Wladimir Muljawin so früh gestorben ist…

Ksenija: Es ist nicht so lange her, dass Alexander Tichanowitsch aus „Verasy“ gestorben ist. Es ist auch eine sehr traurige Geschichte, weil er sehr viel für Eurovision in Belarus tat. Er unterstützte überhaupt viele Musiker, darunter auch uns.

Arzjom: ... Tichanowitsch sprach mit allen Künstlern, die auf unserer Bühne erschienen waren, er gab einige Ratschläge, unterstützte. Bei allen sind beste Erinnerungen an ihn geblieben. Ich erinnere mich, als wir anfingen, wir kamen zur Eurovision-Auswahl, er sagte: Jungs, Ihr habt die Kraft! ...

War die Konkurrenz bei Ihrer nationalen Vorauswahl stark, oder hatten Sie leichten Sieg?

Arzjom: Die Konkurrenz war natürlich. Im Finale war der Kampf... Ich kann nur sagen, dass wir unsere Sache ehrlich tun. Im letzten Jahr waren wir auch im Finale, aber wir hatten Pech und nahmen am Wettbewerb nicht teil. Vielleicht ist es gut, denn wir hatten ein ziemlich aktives Jahr mit Konzerten und Auftritten.

Und wie haben Sie sich, Arzjom und Ksenija, getroffen? Erzählen Sie über die Gründung Ihrer Band.

Arzjom: Es war vor vier Jahren, zufällig. Ich habe Ksenija einfach kennengelernt, um ein Lied zu machen. Der Song hat allen in Weißrussland gefallen. Wir begannen, Konzerte zu veranstalten, die Leute begannen zu uns zu kommen. Und jetzt haben wir eine ganze Band, eine Gruppe von Musikern. Wir reisen, organisieren Konzerte, verdienen mit unseren Songs fürs Leben. Das wurde zu unserem Lebenswerk.

Und kann man sagen, dass Sie in Weißrussland populär sind?

Arzjom: Wir reden nicht gern darüber. Aber ja, wir werden auf der Straße erkannt...

Ksenija: ... Natürlich werden wir erkannt, weil bei uns im Lande jetzt aktiv über Eurovision gesprochen wird, es gibt Werbung „Unterstütze unsere bei Eurovision“, die Menschen verfolgen, was in der Musikwelt geschieht. Uns unterstützen sehr viele, weil wir einfache Menschen sind, aus dem Volk, wir werden zum ersten Mal bei diesem Wettbewerb in der weißrussischen Sprache singen. Und das ist für uns sehr wichtig!

Haben Sie die anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Eurovision 2017 gehört? Wer von ihnen kann die Konkurrenz machen?

Arzjom: Das ist eine schwierige Frage… Wir haben viele kennengelernt, mit vielen gesprochen und uns angefreundet. Und wenn Sie einen Menschen näher kennen, dann sehen Sie ihn anders… Und alle sind überhaupt die besten in ihrem Land und talentiert. Jeder singt sagenhaft und ihre Lieder sind bereits bekannt. Daher ist es sehr schwer zu sagen. Die Bühne von Eurovision wird zeigen. Wir kommunizieren jetzt mit vielen im Internet. Wir wollen uns endlich schnell in Kiew treffen.

In Kiew treffen sich Vertreter aus 42 Ländern. Es werden keine Vertreter aus Russland geben. Kennen Sie diese Situation? Was denken Sie darüber?

Ksenija: Die wichtigste unsere Position ist, nicht nur in der Kunst, sondern auch im Leben - keine politischen Aspekte. Ehrlich gesagt kenne ich mich mit allen diesen Geschichten überhaupt nicht aus.

Ergründen Sie die Situation überhaupt nicht?

Arzjom: Nein. Und wir können das nicht irgendwie kommentieren… Sprechen wir lieber über die Musik.

Ksenija: Man will nicht. Weil das ein Musikwettbewerb ist, und wir befürworten Musik und Kunst. Es ist so traurig, dass jemand ständig versucht, etwas um diesen Wettbewerb zu erdenken... Und das Coolste in der Tat ist, dass, wenn man in die Atmosphäre mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aufgeht, verwischen sich alle Grenzen in ihr, es gibt keine PR, keine diesen Geschichten, weil sich die Menschen mit dem Schaffen beschäftigen. Und selbst die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sagen untereinander: Jungs, wir sind für die Musik! Und es ist so.

Ksenija: Man will nicht. Weil das ein Musikwettbewerb ist, und wir befürworten Musik und Kunst. Es ist so traurig, dass jemand ständig versucht, etwas um diesen Wettbewerb zu erdenken... Und das Coolste in der Tat ist, dass, wenn man in die Atmosphäre mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aufgeht, verwischen sich alle Grenzen in ihr, es gibt keine PR, keine diesen Geschichten, weil sich die Menschen mit dem Schaffen beschäftigen. Und selbst die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sagen untereinander: Jungs, wir sind für die Musik! Und es ist so.

Gut. Schon am 30. April eröffnet man in Kiew offiziell die Eurovision-Woche und die Delegationen werden kommen. Wann kommt Ihre?

Arzjom: Wir kommen am 1 Mai. Am 3. Mai haben wir die erste offizielle Probe in Kiew.

Werden es irgendwelche Überraschungen geben?

Arzjom: Das Arrangement bleibt. Wir haben zum letzten Teil eine kleine Entwicklung hinzugefügt…

Das Wichtigste, was in unserer Nummer sein wird, sind die Beziehungen zwischen uns und die weißrussische Sprache! Das Wichtigste ist unser Lied und unsere Augen für die Zuschauer! Dies ist, was wir vermitteln wollen. Der Rest ist nur Ergänzung.

Die Nummer bereitet die Regisseur-Gruppe von Jamala und Slata Ohnewitsch vor. Die Intrige besteht darin, dass wir fliegen werden. Und wie wir das machen werden, werden Sie während des Auftritts sehen!

Ich wünsche Ihnen aufrichtig Erfolg!

Das Gespräch führte Walentyna Paschtschenko, Kiew.

yv

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