Der vierte Jahrestag der MH-17-Katastrophe - 17.07.2018 09:00 — Ukrinform Nachrichten
Der vierte Jahrestag der MH-17-Katastrophe

Der vierte Jahrestag der MH-17-Katastrophe

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Durch diese Tragödie sind 298 Menschen ums Leben gekommen

Vor vier Jahren, am 17. Juli, ereignete sich eine Katastrophe mit dem Passagierflugzeug Boeing 777 der Malaysia Airlines, das den Flug Amsterdam - Kuala Lumpur ausführte.

Infolge dieser Tragödie sind alle Passagiere und die Flugbesatzung - 298 Personen - umgekommen. Das Flugzeug wurde im Himmel über dem Dorf Grabowe in der Region Donezk in der Zone der Kampfhandlungen im Osten der Ukraine abgeschossen. Nach der Zahl der Opfer war diese Katastrophe die größte in der Geschichte der Ukraine. An Bord des Flugzeuges waren 192 Bürger der Niederlande, 44 Malaysier (einschließlich 15 Mitglieder der Besatzung und zwei Babys), 27 Australier, 12 Indonesier (darunter ein Baby), 10 Briten, vier Deutsche, vier Belgier, drei Filipinos, ein Kanadier und ein Bürger von Neuseeland.

Von den ersten Tagen der Katastrophe vertrat die Ukraine konsequent die aufgestellte Vermutung, dass das Flugzeug mit einer Rakete „Buk“ russischer Herkunft getroffen wurde, die entweder die Separatisten oder russische Militärangehörigen abgeschossen hatten.

Zum gleichen Schluss kam der Sicherheitsrat der Niederlande, der im Oktober 2015 einen technischen Abschlussbericht über die Katastrophe der Boeing MH-17 öffentlich gemacht hatte. Der niederländische Sicherheitsrat hat festgestellt, dass das Flugzeug mit dem Sprengkopf 9N314M abgeschossen wurde, der vom System „Buk“ abgefeuert worden war. Der Vorsitzende des Sicherheitsrats der Niederlande, Tjìbbe Joustra, hatte in einem Interview mit niederländischen Medien erklärt, dass die Rakete, mit der das Flugzeug abgeschossen wurde, vom Territorium, das unter Kontrolle der Freischärler war, abgefeuert worden war.

Gleichzeitig stellte das investigative Recherchenetzwerk Bellingcat die Nummer des Raketenkomplexes „Buk“ aus dem Lager der russischen 53. Boden-Luft-Raketen-Brigade fest, mit dem das Flugzeug der Malaysia Airlines getroffen wurde. Außerdem hat Bellingcat seine eigene Forschung auf der Grundlage der Analyse von sozialen Netzwerken und anderen öffentlichen Quellen durchgeführt und einen Bericht vorbereitet, in dem es 20 russische Militärangehörigen identifizierte, die an der Katastrophe MH-17 beteiligt waren. Diesen Bericht mit dem Namen und Fotos von Militärangehörigen hatte Bellingtcat an die Staatsanwaltschaft der Niederlade übergeben.

Anschließend hatte ihre Ergebnisse die internationale Untersuchungsgruppe veröffentlicht, der es gelungen war, den Großteil der Strecke, auf der die Rakete „Buk“ auf das Territorium der Ukraine kursierte, sowie ihren Rückweg festzustellen. Nach der Version der Untersuchung bewegte sich die Raketenanlage aus Russland in den Osten der Ukraine und später wurde sie zurück nach Russland gebracht. Die Schlussfolgerungen der internationalen Untersuchungsgruppe fallen praktisch mit den Ergebnissen der Untersuchung von Bellingcat zusammen.

Am 5. Juli 2017 haben die Teilnehmer der internationalen Untersuchungsgruppe beschlossen, dass das Strafverfahren über den Abschuss des Flugzeugs der Malaysia Airlines MH-17 im Rahmen der nationalen Rechtsprechung der Niederlande eingeleitet wird.

Am 7. Juli haben die Ukraine und die Niederlande ein bilaterales Abkommen über die rechtliche Zusammenarbeit bezüglich der Katastrophe mit der Boeing unterzeichnet. Nun erwartet das Abkommen die Ratifizierung durch die Parlamente der Ukraine und der Niederlande.

yv

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