Russlands Rüstungswerk „Progres“ und Ölraffinerie in Samara angegriffen

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Mindestens drei Objekte der russischen Energie- und Rüstungsindustrie wurden in der Nacht zum 10. Juni angegriffen.

Dies berichtet Ukrinform unter Berufung auf den Oppositionstelegram-Kanal ASTRA.

Laut ASTRAs OSINT-Analyse wurde der Angriff auf das Rüstungswerk „Progres“ in Tscheboksary bestätigt. Anwohner berichteten von mehreren Luftalarmen und verspätete Meldungen der Behörden. Der Telegram-Kanal veröffentlichte mehrere Videos vom Ort des Geschehens. Eines zeigt die ersten Sekunden nach dem Angriff auf das Verwaltungsgebäude des Werks, ein zweites zeigt Rauch über demselben Gebäude aus einem anderen Winkel.

Der Gouverneur der russischen Region Tschuwaschien, Oleg Nikolajew, bestätigte den Raketenangriff auf Tscheboksary am Morgen des 10. Juni, nannte aber keine konkreten Objekte.

Zuvor war das Werk „Progres“ am 5. Mai zweimal mit Raketen angegriffen worden. Das Werk produziert Antennen „Kometa“ für die russische Armee, die Drohnen der russischen Streitkräfte vor ukrainischer elektronischer Kampfführungsausrüstung schützen.

Laut Generalstab der ukrainischen Streitkräfte stellt das Werk außerdem Satelliten-GNSS-Empfänger und Antennen für Glonass-, GPS- und Galileo-Systeme her. Diese werden in Kamikaze-Drohnen vom Typ Shahed sowie in den Raketen „Iskander-M“ und „Kalibr“ und in UMPK-Modulen für Fliegerbomben benutzt.

Darüber hinaus meldeten Anwohner der Region Samara in der Nacht zum 10. Juni Explosionen, woraufhin der Gouverneur vor Raketengefahr in der Region warnte. Laut einer Analyse von Augenzeugenaufnahmen durch ASTRA wurde die Raffinerie Kuibyschew in Samara angegriffen und steht in Flammen. Sie ist eines der größten Ölindustrieunternehmen der Region und gehört zum Konzern Rosneft. Das Werk war bereits im Januar dieses Jahres angegriffen worden.

Laut einer OSINT-Analyse von ASTRA brennt die Ölpumpstation „Wtorowo“ in der Region Wladimir. Berichten zufolge stieg Rauch über der Pumpstation in der Nähe von Wladimir auf. Die Anlage befindet sich im Bezirk Kameschkowski der Region Wladimir.

Den Brand stellt auch der NASA-Satellitendienst zur Überwachung von Temperaturanomalien fest. Zuvor hatte der Gouverneur der Region Wladimir, Aleksandr Awdejew, die Brände nach Drohnenangriffen auf zwei Infrastruktureinrichtungen in den Bezirken Kameschkowski und Aleksandrowski gemeldet.

Die Station „Wtorowo“ war bereits am 24. Mai angegriffen worden. Zuvor war sie im September 2025 getroffen worden.

Unterdessen meldete das russische Verteidigungsministerium am Mittwoch den „Abschuss“ von 326 ukrainischen Drohnen über Russland, dem Schwarzen Meer und der annektierten Krim. Moskaus Bürgermeister Sergei Sobjanin berichtete über den Abschuss von sieben Drohnen im Anflug auf die russische Hauptstadt.

Wie berichtet veröffentlichte Präsident Wolodymyr Selenskyj Anfang Mai ein Video vom Start der Flamingo-Raketen auf militärisch-industrielle Anlagen in Tscheboksary und merkte an, dass diese eine Entfernung von über 1.500 km zurücklegten.